Seit Jahren sind „Purple Bluze“ nicht mehr aus der Grazer Musik-Szene wegzudenken. Das Powertrio vermengt gekonnt psychedelische Elemente mit hartem Rock, umhüllt von der Schwere des Blues. Ich habe Mastermind Harald „Purple Harry“ Federer, dem Mann mit der Federboa, auf den Zahn gefühlt.
Geboren wurde Harald Federer 1962 in Graz. Früh entwickelt er eine Faszination für Jimi Hendrix und denkt sich: „Das will ich auch können!“ Schon bald schrubbt Harry die ersten Akkorde auf der Akustischen und es sollte bis zu seinem 15. Lebensjahr dauern, bis er sich von seinem ersten Lohn eine Elektrische kauft. Obwohl er die Musikschule besucht, bringen ihm die Platten seiner Idole weit mehr bei als irgendein Gitarrenlehrer je könnte. Besonders das Spiel von Ritchie Blackmore, Gitarrist von Deep Purple und später Rainbow, prägt Harald maßgeblich und es dauert nicht lange, bis der Autodidakt sämtliche Platten nachspielen kann.
Bald spielt Harald mit seinen ersten Bands in Jugendzentren in und um Graz und begeistert das Publikum genauso wie Musikerkollegen. Obwohl er, wie er sagt, ein Getriebener ist, macht er die Lehre zum Installateur fertig, anstatt ins Profimusikerleben einzusteigen. Neben Arbeit und Familie schafft er es aber, ständig in Bands aktiv zu sein. So sorgt er vor allem mit der Kombo „Straight Ahead“ in den 80ern für Furore. Später spielt er unter anderem bei Funkfurter und den Lonsperch Rofflern, auf deren Tonträgern er auch zu hören ist.
Die Musik führt den mittlerweile zum Psychotherapeuten ausgebildeten Harry um die ganze Welt. So spielt er mit lokalen Musikern in Indien und Nepal, sowie in Syrien und im ehemaligen Jugoslawien. Musik verbindet. Musik ist ein zeitloser Raum. Und Berührungsängste kennt Harald sowieso keine.
Das ganze Portrait von Harald Federer findet Ihr in der Jänner 2012 Ausgabe!
Text: Peter Gigerl
Fotos: Alexandra Linortner
Location: Die Haarschneiderei
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