Unsere Wahrnehmung
Neben Sehen, Riechen, Hören, Schmecken und Tasten kennt die moderne Physiologie für den Menschen aber noch vier weitere Sinne:
- Temperatursinn (Thermorezeption)
- Schmerzempfindung (Nozizeption)
- Gleichgewichtssinn (Vestibulärer Sinn)
- Körperempfindung (Propriozeption)
Darüber hinaus gibt es weitere sensorische Fähigkeiten, die aber nicht bewusst oder direkt wahrnehmbar sind. Beim Menschen etwa die Blutdruck-Rezeptoren im Bereich der Kehle mit denen innere Regelkreise für eine hochwertige und gleichmäßige Blutversorgung des Körpers insbesondere des Gehirns sorgen. Bei normalem Befinden ist dieses Signal ständig gut ausgeregelt, gelingt dies jedoch nicht mehr, so treten Störungen des Gesamtzustands ein, etwa eine plötzliche Bewusstlosigkeit.
Hörschäden
„Die akustische Schmerzschwelle erreicht man bei 130 dB. Die höchste Sensibilität der Wahrnehmung variiert je nach Alter und Geschlecht und befindet sich zwischen 1000 und 3500Hz.“
Eine Ursache für Hörschäden ist Lärm. Bei Hörschwächen durch Lärm ist nicht nur der beruflich bedingte Lärm wichtig, sondern leider auch der Freizeitlärm. Bei den Berufskrankheiten steht trotzdem noch die Lärmschwerhörigkeit mit 8.000 neuen Berufsunfähigen pro Jahr an zweiter Stelle.
Der Hörverlust bei Lärmschwerhörigkeit beginnt häufig bei den Frequenzen um 4.000 Hz. Oberhalb und unterhalb dieses Bereiches bleibt das Gehör zunächst normal. Auch das Sprachverständnis ist vorerst, außer beim Flüstern, nicht beeinträchtigt. Doch die Entwicklung bleibt bei weiterer Lärmschädigung nicht stehen: Immer mehr Frequenzbereiche fallen aus.
Nach neuen Erkenntnissen gibt es keine Altersschwerhörigkeit im eigentlichen Sinne. Vergleichende Studien an Naturvölkern haben gezeigt, dass 70-jährige Eingeborene noch so gut hörten wie 30-jährige Städter. Tatsächlich ist der Alterungsprozess des Gehörs das Resultat aller für das Ohr schädlichen Einflüsse während des ganzen Lebens. Hier sind vor allem Lärm, Alkohol, häufige Infektionen, Nikotin und einige Medikamente zu nennen. Das Nachlassen der Hörfähigkeit im Alter hat Hörprobleme in den oberen Tonbereichen zur Folge. Konsonanten wie "K", "L" oder "S" werden durch diesen "Hochtonverlust" nur teilweise oder nicht mehr gehört.









