Slammen was geht
Den Begriff Poetryslam hat fast jeder schon einmal gehört. Was er eigentlich genau bedeutet, wissen nicht alle so genau. Poetryslam ist vielleicht die gegenwartstaugliche Form von Literatur. Oder auch nicht. Was Poetryslam ist, kann man erst erklären, wenn man einmal dabei war.
Vor einigen Jahren hat es in Österreich begonnen. Lesungen wurden plötzlich hip und rhytmisch. Poetryslammer haben einen Nickname, so wie Doris Nussbacher, die sich auf der Bühne Mieze Medusa nennt. Sie rockt mit Text und ohne Musik. Slamtexte sind stark rhytmisiert, können gereimt sein oder frei. Slamtexte sind spannend. Manche Slams sind offen, manche themenbezogen. Bei offenen Slams kann jeder auf die Bühne gehen und Selbstverfasstes performen. Zum Schluß stimmt das Publikum über den Sieger ab. Es gibt wenig Vorgaben, zum Beispiel: Musik ist nicht erlaubt. Ob der Text frei gesprochen wird oder vom Blatt abgesprochen, im Liegen, Tanzen oder Sitzen vorgebracht wird, ist egal beziehungsweise dient im besten Fall der Bühnenwirkung. Die Profis unter den Slammern erkennt man schnell: daran, dass sie das Publikum sofort in ihren Bann ziehen.
In Graz ist die Slamkultur etwas beschränkt: Der bekannteste Slam findet regelmäßig im Kulturzentrum bei den Minoriten statt (http://www.kultum.at/Literatur/index.htm).
In Wien ist die Szene schon dichter, fast unüberschaubar: Slams finden am Badeschiff (Dogma.Chronik.Arschtritt), rhiz (Textstrom), Literaturhaus (SlamB) und an vielen anderen kleinen und großen Veranstaltungsorten statt
(eine Übersicht gibt es auf http://www.poetryslam.at/).








