Ein Reim soll es sein
Text: Simone Jahrmann
Wortkunst
Frank Ramond ist Texter für Annett Louisan, Roger Cicero und Ina Müller. Sein Geheimnis ist recht plausibel: Seine Texte sind alltagsnah gereimt, er selbst ist Musiker und er textet auf Risiko stets ein bisschen zu provokant. Doch seine Interpreten übernehmen seine Texte mit Begeisterung. Er kreiert durch seine Reime eine Figur. Er will Geschichten konkret in Reimen erzählen, keine Abstraktionen. Seine Geschichten sollen über mehrere Ebenen interessant gestaltet sein. Er baut Spannung auf. Dazu braucht man den Kehrreim, um die Katze nach der Hälfte schon fast ganz aus dem Sack zu lassen, aber noch Stoff für Überraschungen übrig zu haben.
Er liebt es, Themen durchzudeklinieren und das Wort ganz genau zu betrachten.
Was man dazu braucht? Ein phonetisches Gefühl, sprachliches Geschick und Spaß daran, mit Sprache zu spielen.
Reimsuchmaschinen
Im weltweiten Internet gibt es eine Fülle von Reimsuchmaschinen, die alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren: Die Silben des Wortes, das man eingibt, werden aufgespalten und es wird nach den hinteren Silben gesucht (siehe Beispielfoto). Somit wird einem zwar die Suche nach dem Reim erleichtert, das Einfügen in die selbst geschriebenen Gedichte jedoch nicht erspart. Außerdem kann einem die Suchmaschine nur bei direkten Reimen helfen, wie z.B.: -tiv: attraktiv, informativ, ... aber keine indirekten Reime darauf finden, wie z.B.: Mief.
Was ist ein guter Reim?
... das und vieles mehr, lesen Sie in der Jänner 2012 Ausgabe!









